Vorbereitung und Reise zum Berchtesgadener Land


In dieser Blog-Reihe, möchte ich über meine erste Reise in das Berchtesgadener Land berichten. Dabei möchte ich auf die wichtigsten Punkte für einen Fotografen eingehen.

Die Blog-Serie teile ich in drei Teile auf:

  • Teil 1 - Planung

Anfangen werde ich mit der ersten groben Planung. Auch die ersten Foto-Spots werden wir hier finden, aber an dieser Stelle erfolgt noch nicht die genaue Planung der Fotos.

  • Teil 2 - Fotografie-Spots

Im zweiten Teil geht es um die genauere Suche nach den Fotografie-Spots, also: Was möchte ich wann und wie fotografieren?

  • Teil 3 - Nach der Reise

Im letzten Teil möchte ich auf die Erfahrung vor Ort eingehen und berichten, in wie weit sich die vorhergehende Planung gelohnt hat.


Teil 1 - Die Planung

Schritt 1: Mit der Gegend vertraut machen


Wo geht die Reise hin? Was erwartet mich?

Klar, einen sehr groben Überblick hat man meistens, wenn man gezielt verreist. Meistens hat man paar Fotos gesehen oder etwas über die Gegend gelesen/gehört, sodass es in einem das Interesse geweckt hat. Wenn es um die Fotografie gehen, möchte ich mich jedoch auf die Region im Vorfeld vorbereiten. Dafür gibt es diverse Gründe, wie zum Beispiel die Wahl des Equipments, welches man mitnehmen möchte.

Wie wahrscheinlich die meisten von euch, fange auch ich mit einer Suche auf Google an. Hier wird man beim Berechtesgadener Land sehr schnell fündig und gelangt an informationsreiche Quellen. Eine gute Quelle stellen dabei meistens lokale Seiten dar, in diesem Fall die Website vom Berchtesgadner-Land. Hier findet man diverse Information zum Thema Berchtesgadner Nationalpark, Wander-Routen und vieles mehr. Für den ersten Überblick ist sowas eine sehr gute Quelle, da man hier direkt einige Sehenswürdigkeiten und einen Überblick der möglichen Routen findet.

Als nächstes schaue ich mir die Region auf Google Maps an, damit ich einen Eindruck von der Größe der Region bekomme. Dabei nutze ich die Foto Funktion, um mir schon mal so ein paar Fotos (meistens Schnappschüsse) anzugucken. Hierbei geht es mir nicht um die Bildqualität der Aufnahmen, sondern eher um mögliche Kompositionen und um die Spotverteilung der möglichen Fotos.

Seit neustem nutze ich außerdem gerne das neue Google Earth, um neue Gebiete etwas besser kennenzulernen. Damit du die neue Funktionen allerdings nutzen kannst, muss der Google Chrome Brower verwendet werden. Durch die Funktion [ Sehenswürdigkeiten in … ] werden Sehenswürdigkeiten in der jeweiligen Region angezeigt. Dabei kriegt man einen 3D-Überflug über die Sehenswürdigkeit und zusätzlich noch einige Infos zum Ort eingeblendet. Sehr nützliches Tool, wenn man die Region noch gar nicht kennt! Viele Foto-Spots kann man bereits an der Stelle merken bzw. aufschreiben! 😉

Wie man auf dem Screenshot von Google Earth sehen kann, setzte ich mir immer Markierungen auf der Karte. Damit bekomme ich eine grobe Übersicht von meinen ersten Locations. Mithilfe dieser Verteilung kann man sich dann schon mal grob anschauen, welche Spots man ggfs. am selben Tag legen sollte / könnte.

Das (vorhergesagte) Wetter und der Mondstand


Das Wetter sollte man bei seiner Planung einbeziehen. Man kann es zwar nicht beeinflussen, jedoch kann man rechtzeitig drauf reagieren und seine Planung etwas anpassen. Ich prüfe den Wetterbericht vor der Reise meistens schon einige Tage vorher und passe dann ggfs. meine Planung an.

Wahrscheinlich möchte ich auch einige Aufnahmen Nachts machen. Hierfür ist es immer gut zu wissen, wie viel Mondlicht einem zur Verfügung steht. Möchte man eher Astro-Aufnahmen machen (z. B. von der Milchstraße), dann wäre ein Neumond optimal. Möchte man Nachts jedoch einen gleichmäßig belichteten Vordergrund haben, dann ist ein vorhandener Mond (ab ~25%)  optimal.

Ich fasse mal zusammen, was ich alles an dieser Stelle bereits wichtiges für mich raus gefunden habe:

  • Königssee
    • Die Fähre über den Königssee fährt in diesem Zeitraum frühstens um 08:30 Uhr von Königssee Seelände los und fährt ab Salet Obersee um 16:45 Uhr zurück
    • Die Fahrt zum Obersee dauert scheinbar fast eine Stunde (hätte ich nicht gedacht!)
    • Man sollte sich auf dem Schiff auf die rechte Seite setzen (Hinfahrt), damit man die St. Bartholomä fotografieren kann
  • Mögliche Foto-Locations
    • Obersee
    • Röthbachfall
    • Hintersee
    • St. Sebastian Kirche
    • Lockstein Kapelle
    • Funtensee
    • Jenner Aussichtsplattform
    • St. Bartholomä
  • Erreichbarkeit
    • Die Jennerbahn ist in diesem Zeitraum außer Betrieb!
    • Viele Stellen sind relativ gut und vor allem schnell mit dem Auto erreichbar
  • Das Wetter
    • Das Wetter sieht vorab erstmal sehr gut aus. Viel Sonne aber auch vermutlich genügend Wolken für interessantere Fotos!
    • Der Mondstand war schon bereits bei der Planung der Reisezeit ein Kriterium. Ich wollte die ersten "Neumond"-Tage erwischen, aber auch etwas vom Mond haben.

Das waren erstmal die ersten Schritte in der Planung. Ich habe hier vorerst nur die interessanten Punkte für die Fotografie aufgeschrieben. Wenn man sich die Quellen anschaut, dann wird man wesentlich mehr erfahren!

Für mich reichen diese Infos für den Anfang jedoch aus, sodass ich mich an dieser Stelle mit der etwas genaueren Foto-Spot-Planung befassen möchte. Wie ich das ganze mache und was nun endgültig die Foto-Spots sein werden, erfährst du im nächsten Teil dieser Blog-Serie!

Das ist mein Vorgehen, wenn es um neue Spots geht. Macht das deiner Meinung nach Sinn? Gibt es etwas zu verbessern? Und vor allem: Wie gehst du bei sowas vor? Deine Meinung gerne unten in die Kommentare! 🙂