Alu-Dibond Wandbild von Saal-Digital

Nun ist es etwa drei Jahre her, als ich mein letztes Wandbild bei Saal-Digital bestellt habe. Mein Plan, dass ich jedes Jahr ein Wandbild drucke hinkt aktuell etwas hinterher. Da ich für das Jahr 2016 noch ein Bild offen habe, mich aber nicht für nur ein Bild entscheiden konnte, wurden direkt zwei Bilder bestellt. 😉

Ich habe mich erneut für die Alu-Dibond Variante entschieden, da diese Variante aus meiner Sicht gut aussieht und pflegeleicht ist. Außerdem sind die Bilder selbst bei einer Größe von 60x90cm recht leicht. Damit man beim Aufhängen kein Stress hat, habe ich mich bei der Aufhängung für die Profil-Aufhängung entschieden.

Als Produkt-Tester habe ich diesmal einen 50€ Gutschein von Saal-Digital gestellt bekommen. Im Gegenzug dazu gibt es von mir ein ehrliches Review zum Produkt! Fairer Deal! 🙂

Wichtiger erster Schritt

Damit das Wandbild am Ende auch so aussieht, wie man es von dem Bildschirm kennt, sollte man vorher die ICC-Profile von Saal-Digital herunterladen und z. B. in Lightroom oder Photoshop importieren. Die ICC-Profile helfen dir eine etwas genauere Farbwiedergabe vom gedruckten Bild zu simulieren. Wichtig ist natürlich auch den Monitor zu kalibrieren. Wenn man kein Gerät für die Kalibrierung hat, dann sollte man auf mindestens folgende Sachen achten:

  • Es ist wichtig, dass man die Bildschirm-Helligkeit runter regelt, da sonst das gedruckte Bild am Ende sehr wahrscheinlich zu dunkel sein wird. Der Grund dafür ist eigentlich ganz logisch: Dein Bildschirm wird von hinten beleuchtet, dein gedrucktes Bild jedoch nicht. Somit ist das Foto auf dem Bildschirm meistens wesentlich heller als in gedruckter Form. Somit sollte man die Bildschirm-Helligkeit auf ca. 50% regeln. Das hängt natürlich extrem davon ab, wie hell euer Bildschirm grundsätzlich ist. Bei meinem MacBook Pro fahre ich aber mit einer Helligkeit von ca. 50% sehr gut.
  • Ein weiterer Punkt ist das Histogramm. Hierfür findet man bei Saal-Digital einen Support-Artikel. Hierbei ist folgendes wichtig: Nicht jedes Bild hat ein Histogramm, bei dem die Tonwerte „gleichmäßig“ verteilt sind. Wenn das Bild grundsätzlich sehr dunkel ist, dann wird es eben keine gleichmäßige Tonwert-Verteilung geben. Als Daumenwert sollte man aber auf jeden Fall einen Blick auf das Histogramm werfen und schauen, dass die Tonwert-Verteilung passend zum Bild ist.

Meine Auswahl

Ich habe mich für die Alu-Dibond Variante entschieden. Die Größe beider Bilder ist 60cm x 90cm. Beide Bilder haben eine Profil-Aufhängung. Somit ergibt sich ein Preis von 109,45€ pro Bild.

Das Wandbild

Ich habe beide Bilder am 30.06.2019 bestellt. Die voraussichtliche Lieferung war für den 07.07.2019 angegeben. Die Bilder wurden jedoch bereits am 04.07.2019 geliefert, was ich gar nicht erwartet habe! 🙂 Wie auch bei der letztens Bestellung waren die Bilder ordentlich verpackt.

Wie man hier sieht: Die Verpackung ist gut! Die Bilder sind separat verpackt und die Ecken sind nochmal durch einen zusätzlichen Karton abgesichert. Das ist wichtig, da sonst die Bilder beim Lieferprozess schnell mal eine eingedrückte Ecke kriegen könnten.

Wie schon bereits erwähnt, habe ich die Wandbilder mit einer Profil-Aufhängung bestellt. Diese bietet den Vorteil, dass man bereits eine vormontierte Halterung am Bild hat. Somit benötigt man ausschließlich zwei Schrauben oder Nägel für die Wand. Die Nägel bzw. Schrauben sind leider nicht Bestandteil der Lieferung! Die Aufhängung hat einen Abstand von ca. 1cm zur Wand.

Ein weitere Vorteil dieser Aufhängung ist, dass man von der Profil-Aufhängung  – im Gegensatz zur Schraubhalterung – nichts auf dem Bild vorne sieht.

Die Möglichkeit das Bild nach dem Aufhängen etwas weiter rechts bzw. weiter links zu schieben ist für mich jedoch der größte Vorteil an dieser Variante. Außerdem kann das Bild abgenommen werden und gegen ein anderes Bild mit Profil-Aufhängung ausgetauscht werden. Und das alles ohne weiteres Bohren! Top 🙂

Eins sollte man jedoch beachten: Die Profil-Aufhängung ist nur für den Innenbereich geeignet!

Die Qualität der Bilder ist gut. Die Farben stimmen und die Helligkeit ist – obwohl ich keinen kalibrierten Monitor habe – genau passend. Ich dafür die oben beschriebenen Punkte eingehalten (50% Helligkeit, ein Auge auf das Histogramm werfen) und habe außerdem das ICC-Profil als Softproof verwendet. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei beiden Bildern etwas mehr Sättigung hinzugeben sollte. Neben der Sättigung habe ich außerdem den Weißpunkt etwas angehoben.

Im Groben und Ganzen bin ich also mit dem Ergebnis zufrieden. Leider finde ich diesmal die Bilder nicht so ganz scharf, wie bei meinem ersten Wandbild von Saal-Digital. Besonders aufgefallen ist mir das bei einem der beiden Bilder. Ich vermute hier jedoch, dass die Ursache zum Teil am Bild selbst liegt. Das Bild ist durch den Nebel teilweise an manchen Stellen etwas weich. Diesen Soft-Look erkennt man jedoch nur, wenn man sich nah ans Bild stellt. So nah dran, wie man es normalerweise nicht macht.

Wie oben erwähnt ist die Ursache nur zum Teil am Bild zu suchen. Somit komme ich zu einer Sache, die mich etwas stört. Saal-Digital unterstützt als Dateiformat leider nur jpeg (8-Bit) und png. Dadurch sieht man schon deutliche Qualitätsverluste beim Exportieren. Selbst wenn man die maximale Export-Qualität auswählt sieht man einen Verlust in der Bild-Qualität. Ich hoffe, dass man in Zukunft auch TIFF-Dateien hochladen kann.

Neben der Schärfe-Thematik gab es jedoch auch kleine Kratzer auf den Bildern. Und zwar auf beiden. Diese Kratzer sind relativ klein und auf den ersten Blick nicht sichtbar. Schaut man sich die Bilder jedoch genauer an, dann fallen diese Kratzer auf. Ich kann zwar mit den Kratzern leben, da ich die Bilder auf der Wand aufhänge und niemand sich die Bilder aus eine nahen Entfernung anguckt. Dennoch war ich bis jetzt immer eine etwas bessere Qualität gewohnt, schade!

Fazit

Ich bin mit den beiden Bildern im Allgemeinen zufrieden. Endlich habe ich mal wieder paar Wandbilder gedruckt und somit die leeren Flächen auf den Wänden verringert! 😉

Auch wenn ich ein paar Mängel an den Bildern feststellen konnte, würde ich den Druck bei Saal-Digital weiterhin empfehlen. Ich hoffe, dass es in Zukunft die Möglichkeit gibt seine Bilder als TIFF-Datei hochzuladen, wodurch die Komprimierung der Bilder entfallen würde. Bei vielen Bilder ist der Qualitätsunterschied zwischen TIFF und JPEG erstmal nicht zu sehen. Schaut man sich die Bilder aber dann etwas genauer an, oder druckt diese Bilder in einem größeren Format aus, dann sieht man die Unterschiede von JPEG (komprimiert) und TIFF (unkomprimiert) doch sehr gut. Dem Fotograf fällt es auf jeden Fall direkt auf! 😉

Zum Schluss nochmal eine kurze Zusammenfassung zum Alu-Dibond Wandbild von Saal-Digital.

Zusammengefasst


  • Qualität des Bildes ist gut
  • Saubere Verarbeitung vom Bild und vom Bildrand
  • Gute Verpackung und schnelle Lieferung
  • ICC Profile werden angeboten und sind korrekt
  • Profil-Aufhängung: Einfaches Aufhängen und Verschieben des Bildes möglich 
  • Durch das geringe Gewicht kann das Bild an fast jeder Wand befestigt werden
  • Leichte Kaufabwicklung
  • Intuitive Software
  • Bilder können nur als jpeg oder png hochgeladen werden. (Qualitätsverlust!)
  • Kleine Kratzer auf den Bildern. (Hatte ich bei der ersten Bestellung nicht)
  • Schrauben/Nägel sind nicht im Lieferumfang enthalten
  • (Die Software wird scheinbar immer noch nicht für Linux angeboten)

Service

Ich habe auch diesmal nur wenig mit dem Support zu tun gehabt. Mein Gutschein hat am Anfang leider nicht funktioniert. Der Support war so nett und hat mir darauf hin in ein paar Tagen einen neuen funktionsfähigen Code zur Verfügung gestellt bekommen. Alles top! 🙂